Ein rasanter Fitmacher – Squash spielen, gesund bleiben

Was ist Squash?
Squash Sport - ein Fitmacher

Schnelligkeit, ein gutes Reaktionsvermögen, strategisches Denken, ausreichend Kraft und nicht zuletzt eine gute Technik – all das benötigt man beim Squash spielen. Squash ist eines der wenigen Rückschlagspiele, bei denen du das Spielfeld mit deinen Kontrahenten teilen musst. Ziel des Spiels ist es, den Ball mit dem Racket so zu schlagen, dass der Gegner ihn nicht mehr erreicht, bevor er zum zweiten Mal den Boden berührt. Bei dieser Hochgeschwindigkeits-Schlagsportart kann man sich so richtig abreagieren und verbrennt dabei noch jede Menge Kalorien. Wir erzählen dir, was genau Squash ist und was du über diese Sportart wissen solltest.

Geschichte und Verbreitung des Squash

Viele Sportfreunde nehmen fälschlicherweise an, dass es sich hierbei, ähnlich wie bei Speed Badminton, um eine moderne Trendsportart handelt. Doch die Wurzeln von Squash gehen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Als Vorläufer des Squashspiels gilt das mittelalterliche englische Wandspiel “Fives”, welches der Überlieferung nach vor allem in Mönchs- und Gefängniszellen gespielt wurde. Das moderne Squashspiel entstand um 1830 in der Londoner Harrow School. Dabei versuchten zwei Spieler, mit einem Schläger einen weichen Ball so auf zwei im rechten Winkel zueinander stehende Wände zu spielen, dass er für den Widersacher nicht zu erreichen war. Die anfängliche Verbreitung erfolgte im britischen Commonwealth of Nations. Der Sprung nach Europa ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Bereits in den 1930er Jahren ließ der Elektronikkonzern Siemens den ersten Squashcourt errichten.

Mit dem Ball hat auch der Name des Squashspiels zu tun. Das englische „to squash“ bedeutet nämlich so viel wie „zerdrücken“ oder „zerquetschen“. Und genau das passiert mit dem Ball, wenn du ihn mit hoher Geschwindigkeit gegen die Wand schlägst.

Olympisch oder nicht?

Ein Thema, was die Squash-Welt bereits seit Jahren begleitet, ist die große Olympia-Frage. So stand die Sportart anno 2005 als Disziplin für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London zur Debatte. Daneben wurden auch Rugby, Karate, Golf und sogar Inlineskating nominiert. In der ersten Abstimmung konnte Squash die nötigen Stimmen sammeln, am Ende hat es aber nicht gereicht. Der Weltverband World Squash Federation (WSF) hat angekündigt, das Vorhaben weiterzuverfolgen. Der nächste Dämpfer ließ aber nicht lange auf sich warten: In der Endabstimmung für Olympia 2020 und 2024 scheiterte die Sportart erneut und wird somit auch bei den nächsten Spielen nicht als zusätzliche Sportart zu sehen sein.

Squash spielen ist schnell und intensiv

Bevor du einen Court buchst und loslegst, solltest du dich mit den Regeln vertraut machen. Das Spiel erfolgt in einem von vier Wänden begrenzten Raum von etwa 9,75 x 6,4 Meter Größe. Einige wenige Anlagen bieten auch etwas größere Courts für Doppel an. Der Klassiker ist das Einzelspiel mit zwei Teilnehmern. Sie agieren in einem Spielfeld, das an den Wänden (Vorderwand, Rückwand, Seitenwände) durch rote Markierungen begrenzt wird. Besonders wichtig ist der sogenannte „Tin“ an der Stirnwand. Diese etwa 43 Zentimeter große Begrenzung markiert das Aus. Trifft ein Ball hier auf, hört man die Blechabdeckung in diesem Bereich rasseln und der Schlag ist demnach ungültig.

Mit Geschwindigkeiten bis zu 200km/h werden die Bälle auf die Wand gespielt. Die Spieler müssen somit ständig in Bewegung sein, um unglaublich schnell reagieren zu können. Zu einer Verschnaufpause kommt es dabei kaum, nur zwischen den Ballwechseln bleibt den Akteuren Zeit für eine äußerst kurze Pause. Das hohe Tempo und der schnelle Ballwechsel machen Squash zu einem zeitsparendem Fitmacher, mit dem enorm viele Kalorien verbrennt werden können.

Squash Sport macht fit
Squash – ein Fitmacher Sport

Berührung mit der Vorderwand ist Pflicht

Die Rückwand des Courts ist zumeist aus Glas gefertigt, um Schiedsrichtern und Zuschauern einen Einblick ins Geschehen zu bieten. Bei professionellen Turnieren sind häufig alle Wände aus Glas gefertigt, damit möglichst viele Menschen zusehen können. Der Startschuss fällt, wie auch bei Tennis & Co., mit dem Aufschlag, der aus einem der beiden Aufschlagfelder ausgeführt werden muss. Nach jedem Punktgewinn wechselt der Spieler seine Aufschlagseite, die er beim ersten Aufschlag noch frei wählen darf. Wichtig: Bei jedem Schlag muss der Ball auf direktem oder indirektem Weg die Vorderwand berühren. Indirekt heißt in diesem Fall, dass er über die Seiten- oder Rückwand geht.

Was ist Squash - hier ist der Squash court
Der Squash Court | ©Eversports

Das Equipment beim Squash

Die Bälle sind ungefähr so groß wie ein Golfball, bestehen aus Gummi und sind mit 23,5 bis 24,5 Gramm Gewicht relativ leicht. Es gibt es sie in verschiedenen Härtegraden: Weiche Bälle sind schneller und springen höher als harte Bälle. Sie sind für Anfänger, die noch nicht so viel Kraft in den Schlag bringen, am besten geeignet. Fortgeschrittene spielen mit härteren Kugeln, die nicht so hoch springen und deshalb schwieriger zu spielen sind.

Wichtig für Anfänger und Neugierige: Zum Squash spielen benötigt man eigentlich nur Hallensportschuhe und kurze Sportkleidung. Ansonsten sind die Schläger (aus Graphit/Carbon, ca. 50 bis 200 Euro) und Bälle (unter 5 Euro/Stück) verhältnismäßig günstig zu haben. Bist du aber neu beim Squash und weißt noch nicht, welche Schläger oder Bälle die richtigen für dich sind, kannst du dir diese auch für kleines Geld in den meisten Squashcentern leihen.

Was ist Squash
Eine äußerst intensive Ballsportart: Squash | ©Eversports

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