Welche Squash Tipps & Tricks führen zum Sieg?

Squash Tipps: hier siehst du, wie es die Profis bei den CIMB Malaysian Open Squash Championship 2012 machen.
Squash Tipps: hier siehst du, wie es die Profis bei den CIMB Malaysian Open Squash Championship 2012 machen | ©CHEN WS / Shutterstock.com

Squash ist nicht nur eine schnelle und intensive, sondern auch eine relativ rasch zu erlernende Sportart. Wenn du über eine gute Fitness verfügst und keine Beschwerden mit deinem Bewegungsapparat hast, steht dem Spielvergnügen nichts im Wege. Ein paar Trainerstunden zu nehmen ist kein Muss, aber durchaus ratsam. Beim Squash gibt es nämlich verschiedene Schlagarten, die in unterschiedlichen Spielsituationen jeweils den größten Erfolg versprechen. Die besten Squash Tipps bekommt man natürlich beim Kräftemessen mit erfahrenen Spielern oder bei einer Trainingseinheit mit einem professionellen Coach. Nichtsdestotrotz gibt es einige grundlegende Vorbereitungsmaßnahmen, die du auch alleine treffen und beim nächsten Spiel ausprobieren kannst. Eversports erklärt dir die wesentlichen Stellungen und gibt dir gute Squash Tipps, damit du im Court punkten kannst.

Die Grundstellung beim Squashen

Die Grundstellung ist wichtig, um optimal zum Ball zu stehen und schnell reagieren zu können. Dabei stehst du hüftbreit, die Beine sind leicht gebeugt, der Oberkörper ist ein wenig nach vorne geneigt. Das Körpergewicht liegt auf den Fußballen. Halte dabei den Schläger mit dem Kopf nach oben mittig vor den Körper. Der Schlagarm sollte in der Grundstellung immer leicht gebeugt sein. Halte den Schläger am Griffende. Die Finger sind leicht gespreizt, Daumen und Zeigefinger bilden ein „V“, der Zeigefinger liegt dabei vor dem Daumen.

Die Schlagtechnik beim Squashen

In der Ausholphase verdrehst du deinen Körper leicht seitlich und holst mit angewinkeltem Schlagarm mit dem Schläger nach hinten aus. Die Bewegung kommt dabei aus dem gesamten Körper, nicht nur aus der Schulter.

Du leitest die Schlagphase ein, indem du dein Körpergewicht durch einen Schlagschritt nach vorne verlagerst. Für Rechtshänder bedeutet das, dass bei einer Vorhand immer das linke Bein nach vorne zu bringen ist. Ein Linkshänder bringt dementsprechend bei einer Vorhand das rechte Bein nach vorne.

Du triffst den Ball mit angewinkeltem Schlagarm ein Stück vor dem Körper. Spiele den Ball bei leicht geöffneter Schlagfläche mit einer Vorwärts-Abwärts-Bewegung. Dadurch erhält er einen leichten Rückwärtsdrall (Slice), was ihn für den Gegner schwer bespielbar macht. Die Ausschwungbewegung sollte kurz bleiben, um deinen Mitspieler nicht zu gefährden.

Mit dem Aufschlag beginnt das Spiel

Zum Start des Spiels und nach jedem Punktgewinn findet ein Aufschlag statt. Derjenige Spieler, der den Ball schlagen will, muss sich in eines der beiden Aufschlagfelder begeben. Der Schiedsrichter wacht darüber, dass der aufschlagberechtigte Spieler mindestens mit einem Fuß in diesem Feld steht. Befindet er sich außerhalb des markierten Bereichs, so ist der Aufschlag ungültig. Dasselbe gilt, wenn der Ball die Stirnwand nicht über der Aufschlaglinie trifft oder nach dem Abprallen von der Wand nicht im Viertel des Gegners landet. Vor dem ersten Aufschlag kann der Squashspieler die Seite frei wählen, von der er aufschlagen möchte. Bei jedem weiteren Aufschlag ist die Seite dann vorgegeben. Sie wechselt automatisch nach jedem Punktgewinn. Auch das Recht, den Aufschlag auszuführen, wechselt – und zwar, sobald der zuletzt Aufschlagberechtigte einen Punkt abgegeben hat.

Squash Tipps: mache dich mit verschiedenen Squash Schlagtechniken bekannt
Squash Tipps: mache dich mit verschiedenen Squash Schlagtechniken bekannt

Die richtige Schlaghärte beim Squashen

Anders als man vielleicht meinen sollte, geht es beim Squashen nicht nur darum, den Ball mit größtmöglicher Geschwindigkeit gegen die Stirnwand zu donnern. Wenn du zu hart schlägst und der Ball direkt von der Stirn- auf die Rückwand prallt, hat dein Gegner bei seinem Schlag dann nämlich relativ leichtes Spiel. Für Anfänger ist daher auch wichtig, das richtige Maß bei der Schlaghärte zu finden.

Die bekanntesten Schlagarten

Longline ist sozusagen die Grundschlagart beim Squash. Der Spieler schlägt den Ball mit dem Squashschläger auf direktem Wege vor die Stirnwand. Der Ball fliegt dabei in einer geraden Linie zur Wand und ebenso gerade wieder zurück. Diese Schlagart ist der beste Weg für Einsteiger, erste Erfahrungen auf dem Court zu sammeln. Mit Longline-Schlägen kann man sich außerdem vor dem Beginn des Trainings oder vor einem Spiel sehr gut aufwärmen. Durch eine veränderte Schlägerhaltung kann der Ball auch in einer schrägen Linie auf die Stirnwand zufliegen. Wegen des veränderten Aufprallwinkels springt der Ball nicht gerade zurück, sondern fliegt in die andere Richtung. Diese Schlagart bezeichnet man beim Squash als Cross. Würde man sich die Flugbahn des Balles aus der Vogelperspektive anschauen, sähe man den Buchstaben „V“. Eine weitere populäre Schlagart beim Squash ist der Boast. Hierbei zielt der Spieler nicht direkt auf die Stirnwand, sondern nimmt sozusagen einen Umweg – und zwar über eine der Seitenwände.

Mit Stopp und Volley Punkte gewinnen

Nachdem der Squashball von der Stirnwand abgeprallt ist, darf er einmal den Boden berühren. Erst dann muss der Spieler ihn schlagen. Die Squashregeln schreiben aber die Bodenberührung keineswegs vor. Vielmehr gibt es auch die Möglichkeit, den Ball direkt anzunehmen. Diese Schlagart bezeichnet man als Volley. Durch einen auf diese Weise geschlagenen Ball erhöht sich das Tempo des Spiels deutlich. Der Gegner hat wesentlich weniger Zeit, sich in eine optimale Position zu begeben. Und es bleibt auch keine Sekunde mehr zum Ausruhen. Insbesondere gut trainierte Spieler können also durch Volley-Bälle ihre konditionelle Überlegenheit ideal ausspielen und auf diese Weise so manchen Punkt gewinnen. Beim Volleyspiel ist oft viel Kraft gefragt, damit der Ball möglichst schnell fliegt. Es gibt jedoch auch das Gegenstück – den Stoppball. Der Squashball wird in diesem Fall nur sehr leicht geschlagen, damit er nach der Berührung mit der Stirnwand in geringem Abstand vor der Wand den Boden berührt. Ein gut ausgeführter Stoppball ist für den Gegner nur sehr schwer zu erreichen.

Verschiedene Schlagarten variieren

Theoretisch kann man sich beim Squash über einen langen Zeitraum hinweg den Ball immer wieder longline zuspielen – mal mit der Vorhand und mal mit der Rückhand. Punkte erzielt man auf diese Weise jedoch eher selten. Um den Kontrahenten zu schlagen, ist ein rascher Wechsel zwischen den verschiedenen Schlagarten sinnvoll. So kann man zum Beispiel den Gegner zunächst mit kurzen Bällen nach vorne locken und dann die frei werdenden Räume für einen Angriff nutzen.

Die Rückhand fleißig trainieren

In Standardsituationen können sich die meisten Squashspieler gut behaupten. Über Sieg oder Niederlage entscheiden dann die Bälle, die schwierig zu nehmen sind – und die auf spektakuläre Weise Punkte bringen. Zu den besten Tipps für Squashspieler gehört deshalb der Rat, insbesondere das Spiel mit der Rückhand immer wieder zu trainieren. Allgemein gilt die Rückhand-Seite als die schwächere Seite. Der Kontrahent nutzt das aus und versucht, den Ball vor allem in solche Bereiche zu spielen, die nur per Rückhand erreichbar sind. Wer Rückhand-Longlines und andere Schlagarten fleißig trainiert, kann irgendwann auch in sehr schwierigen Situationen den Ball erreichen. Und mehr noch: Der Ball fliegt dann nicht „irgendwie“ zurück in Richtung Stirnwand, sondern wird vollkommen kontrolliert gespielt. Das erhöht die Siegchancen ganz erheblich.

Mit dem richtigen Aufschlag zum Sieg
Mit dem richtigen Aufschlag zum Sieg

Den richtigen Ball wählen

Viele wichtige Squash Tipps beschäftigen sich auch mit der Auswahl des richtigen Schlägers und des optimalen Balls. Der Schläger sollte gut in der Hand liegen und möglichst leicht sein. Das ist die beste Voraussetzung für ermüdungsfreies Spiel über einen längeren Zeitraum hinweg – ohne dass am nächsten Tag muskuläre Schmerzen auftreten, die man auch als Tennisarm kennt. Sehr leichte Schläger aus modernen Materialien wie Carbon bringen gerade einmal 100 Gramm auf die Waage. Schwerere Modelle wiegen in etwa das Doppelte. Einsteiger haben manchmal das Gefühl, dass sie mit einem sehr leichten Spielgerät nicht ausreichend Kraft in ihren Schlag legen können. Wer mit einem professionellen Übungsleiter trainiert, bekommt dort neben wertvollen Squash Tipps oft auch verschiedene Schläger zum Kennenlernen und Ausprobieren. Dabei wird zumeist sehr schnell deutlich, mit welchem Schläger man sich am wohlsten fühlt. Auch die Auswahl des richtigen Balls ist für den Erfolg beim Squash von Bedeutung. Generell empfiehlt es sich, dass immer zwei in etwa gleich starke Spieler auf den Court gehen. Sie sollten den Squashball dann passend zu ihrem Leistungsstand auswählen. Dabei gilt: Anfänger sollten mit einem relativ schnellen Ball beginnen, damit vernünftige Ballwechsel zustande kommen. Langsamere Bälle sind eher etwas für Fortgeschrittene – sie erreichen nämlich nur dann das erforderliche Tempo, wenn sie optimal getroffen werden. Und das ist am Anfang oft noch nicht der Fall.

Willst du gleich auf den Court gehen und unsere Squash Tipps und Schlagtechniken ausprobieren? Kein Problem! Buche auf Eversports einen Squash Court in deiner Nähe. Hast du jedoch Lust auf eine andere Ballsportart, dann kannst du gern weiter rumschmökern und dir interessante Beiträge auf unserem Blog durchlesen. Das wird die Entscheidung über dein nächstes Sportprogramm sicherlich erleichtern.