Wie Sport deine mentale Gesundheit verbessern kann

Frau mit geschlossenen Augen, die nach dem Training entspannt

Regelmäßige Bewegung kann deinen Muskelaufbau, Herz-Kreislauf-System und dein Immunsystem stärken. Doch neben den körperlichen Vorteilen kann Sport auch deiner Psyche helfen. Viele Studien zeigen, dass Sport “den Kopf frei macht”, bei Umgang mit Stress hilft und sogar Depressionen und Angststörungen entgegenwirken kann.  Wie du Sport für ein besseres Wohlbefinden nutzen kannst, verraten wir dir hier.

Was passiert im Gehirn wenn wir Sport machen?

Um festzustellen, ob Sport wirklich deine Stimmung beeinflusst, muss man sich zunächst anschauen, welchen Effekt Bewegung auf das menschliche Gehirn hat. 

Wenn wir uns bewegen, verlagert unser Gehirn die Aktivität von unserem Frontalkortex zum Bewegungszentrum – der Motorkortex. Der Frontalkortex sitzt im vorderen Bereich und ist das Denkzentrum des Gehirns, welches vor allem für Steuern von Verhalten und Lösung von Problemen benötigt wird. Nach einer Sporteinheit hat sich also der Frontalkortex erholt und wir sind wieder konzentrierter, erholter und aufnahmefähig für neue Gedanken. Bewegung macht also wirklich den Kopf frei.

Menschliches Gehirn

Zusätzlich hilft Bewegung, die Durchblutung unseres Gehirns zu steigern, neue Verknüpfungen entstehen und unsere Denkleistung und Aufmerksamkeit verbessern sich. Deshalb ist Sport auch im Alter wichtig. 

Außerdem steigt unser Cortisolspiegel und die Hormone Adrenalin und Noradrenalin werden während des Trainings ausgeschüttet. Aber aufgepasst: das bedeutet nicht gleich, dass Sport glücklich macht. Jedoch weiß die Wissenschaft inzwischen, dass wir uns bei einer niedrigen Bewegungsintensität am wohlsten fühlen, zum Beispiel beim Spazieren gehen. Die WHO empfiehlt jedoch mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche, wie zum Beispiel Joggen, zügiges Gehen oder Radfahren oder anders ausgedrückt mit 65 bis 75 Prozent deiner maximalen Herzfrequenz trainieren. 

Hilft Sport bei Depressionen? 

Rund 5 Millionen Menschen in Deutschland haben Depressionen. Symptome von Depressionen sind beispielsweise negative Gefühle, Antriebslosigkeit, Zwangsgedanken. Bei Menschen, die unter Depressionen oder Angstzuständen leiden, ist durch die negativen Gedanken, Stress und Angst der Frontalkortex überlastet. Auch hier hilft die Tatsache, dass beim Training die Gehirnaktivität von unserem Denkzentrum zum Bewegungszentrum gelenkt wird. So hat sich das Denkzentrum nach dem Training erholt und negative Gedanken können verdrängt werden. 

Bei einer Anzahl von vier Stunden moderater Bewegung pro Woche sinkt das Risiko für Depressionen um 18%. An zwei bis drei Tagen sollten wir aber auch Kraft und Gleichgewicht trainieren. Sport kann also sogar als Therapie gegen Depressionen genutzt werden. 

Aber aufgepasst: Sport kann präventiv gegen leichte und mittelschwere Depressionen und Stress wirken. Jedoch sollten Betroffene sich nicht abhalten lassen professionelle Hilfe zu holen.

Info Telefon Depression: 

Deutschland: 0800  33 44 533

Österreich:142

Schweiz:143

Unsere Sport-Tipps, um dein Wohlbefinden zu verbessern: 

Wichtig: wir stellen lediglich präventive Maßnahmen vor und keine Heilmittel. Bitte hole dir professionelle Hilfe wenn nötig.

Hier eine kleine Inspiration der Sportarten, die deine Stimmung ein bisschen anheben können. Keine Sorge du musst dich nicht nur für eine Sportart entscheiden, am besten probierst du gleich alle aus 😉 

Eversports App

Yoga und Meditation

Die Praxis von Yoga und insbesondere Entspannungstechniken wirken sich positiv auf das Nervensystem aus, verringern den Ausstoß von Stresshormonen und führen daher dazu, dass wir uns erholen und entspannen können. Welche Art von Yoga oder Meditation du praktizierst spielt keine Rolle solange du dich wohlfühlst. Yoga ist doch kein Sport? Dann lies dir diesen Artikel durch und lass dich vom Gegenteil überzeugen. 

Hier kannst du alle Yoga- und Meditationskurse in deiner Nähe entdecken

Tanzen 

Frauen, die eine Tanzstunde genießen

Du kannst nicht gut tanzen? Das macht nichts, denn es geht nicht um die Art und Weise wie du tanzt, sondern einfach, dass du tanzt. Tanzen ist gesund, aber nicht nur für deinen Körper, sondern auch für dein Wohlbefinden. Tanzen baut Stress ab und vor allem Musik und Berührung helfen dir dabei, dich besser zu fühlen. 

Hier kannst du alle Tanzkurse in deiner Nähe entdecken

Team-Sportarten 

Frauen, die draußen Fußball spielen.

Ob Fußball, Squash, Tennis oder Badminton, Team-Sportarten sind eine tolle Möglichkeit draußen an der frischen Luft mit Gleichgesinnten Sport zu treiben. Es ist bewiesen, dass Sport an der frischen Luft und soziale Kontakte dein Wohlbefinden steigern können. Probier es doch einfach mal aus! 

Hier kannst du alle Ballsport-Angebote in deiner Nähe entdecken

Kampfsport 

Frau, die eine Kampfsportart ausführt

Auch Kampfsportarten wie Kickboxen, Jiu Jitsu, Taekwondo oder Karate können einen positiven Effekt auf dein Wohlbefinden haben. Kampfsportarten können dein Selbstbewusstsein stärken und Stress reduzieren. Denn hier geht es um Ruhe, Mindfulness und Wachsamkeit.  

Hier kannst du alle Kampfsport-Angebote in deiner Nähe finden

Letztendlich ist es egal, welche Sportart du auswählst, am wichtigsten ist, dass du dich wohlfühlst, ein bisschen schwitzt oder dich entspannen kannst. Such dir am besten eine Sportart, die du super in deinen Alltag integrieren kannst. Außerdem sollte der Sport Spaß machen und dich von Innen heraus motivieren. Es ist wichtig, dass es dir um den Sport selber geht und beispielsweise nicht nur darum besser auszusehen.