Die Aufgaben der Nummer eins am Spielfeld – Torwarttraining muss sein

Torwarttraining muss sein

Tooooooooooor! Die Leistung des Torwarts beim Fußball kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Schon ein einziger Patzer hat mitunter den entscheidenden Treffer des Gegners zur Folge. Andererseits kann ein guter Torwart mit einer Glanzparade auch zum Helden des Spiels werden. Umfangreiches Torwarttraining ist deshalb äußerst wichtig, damit die Nummer eins seine Aufgaben am Spielfeld erfüllen kann. Egal ob Indoor oder Outdoor – hauptsache du trainierst.

Ein Torwart, zehn Feldspieler

Der Torwart unterscheidet sich beim Fußball schon optisch vom Rest der Mannschaft. Während die übrigen Spieler einheitliche Kleidung tragen, läuft der Keeper in einer anderen, deutlich unterscheidbaren Kluft auf. Zu seiner Ausstattung gehören außerdem Handschuhe, die das sichere Fangen des Balles ermöglichen. Die wichtigste Aufgabe des Torwarts besteht darin, Torschüsse des Gegners zu parieren – und zu verhindern, dass der Ball über die Torlinie fliegt oder rollt. Darauf wird die Nummer eins beim Torwarttraining vorbereitet. Gleichzeitig dirigiert der Torwart beim Fußball die Spieler, die unmittelbar vor ihm agieren. Dank seiner Position nahe der Grundlinie hat der Torwart einen guten Überblick und kann den Abwehrspielern Anweisungen geben. Das ist auch bei der Aufstellung einer Mauer besonders wichtig. So nennt man es, wenn mehrere Fußballer sich nebeneinander stellen, um einen Freistoß des Gegners abzufangen.

Geschützter Bereich in der Nähe des Tores

Die Abmessungen eines Tores sind durch den Weltfußballverband FIFA exakt vorgegeben. Nach den Regeln muss es 7,32 Meter breit und 2,44 Meter hoch sein. Die Maße bezeichnen jeweils die Innenseiten der beiden Pfosten beziehungsweise die Unterseite der Latte. Insgesamt entspricht die freie Fläche des Tores also fast 18 Quadratmetern – eine im wahrsten Sinne des Wortes große Aufgabe für den Torwart. Er darf als einziger Spieler seines Teams den Ball mit der Hand berühren und fangen. Das gilt allerdings nur, solange er sich in „seinem“ Bereich in unmittelbarer Nähe des Tores aufhält. Es handelt sich dabei um den Strafraum, der auch als 16-Meter-Raum bezeichnet wird. Der Torwart darf diesen Bereich jederzeit verlassen. Allerdings gelten für ihn auf dem restlichen Spielfeld dieselben Regeln wie für die Feldspieler. Der Keeper darf hier also nicht mehr mit Armen und Händen agieren. Besonderen Schutz genießt der Torwart im sogenannten Fünf-Meter-Raum. Hier darf er von gegnerischen Spielern nicht bedrängt oder behindert werden.

torwarttraining - Vor dem Tor gelten andere Regeln
Vor dem Tor gelten andere Regeln

Besonderheit: Rückpass zum Torwart

Seine Position ganz hinten erlaubt es dem Torwart, durch lange Bälle das Spiel seiner Mannschaft aufzubauen. Die Mitspieler nutzen daher gerne die Gelegenheit, zur Vorbereitung eines Angriffs oder nach der Abwehr einer gegnerischen Offensive den Ball zum Torwart zurückzuspielen. Wenn das Leder von einem Mannschaftskameraden kommt, darf der Torwart allerdings nicht die Hände benutzen. Die Rückpassregel verbietet das. In diesem Fall ist die Annahme des Balls, wie bei einem Feldspieler, nur mit der Brust, den Beinen oder dem Fuß erlaubt. Wurde der Ball hingegen zuletzt von einem Gegner berührt, darf der Torwart im 16-Meter-Raum immer seine Hände benutzen.

Strafstoß als Bewährungsprobe

Bei einem normalen Angriff des Gegners stellt der Torwart sozusagen die „letzte Verteidigungslinie“ dar. In den meisten Fällen bemüht sich die Abwehr, die gegnerischen Stürmer gar nicht erst frei vor dem Tor zum Schuss kommen zu lassen. Manchmal ist der Torwart jedoch ganz auf sich alleine gestellt. Das gilt dann, wenn es ein Angreifer bis direkt vors Tor geschafft hat – und bei einem Strafstoß. Dann wird der Ball vom Elfmeter-Punkt aus geschossen, und der Torwart muss ihn halten. Die Regeln besagen, dass der Torwart auf der Torlinie bleiben muss, bis der Ball geschossen wurde. Erst dann darf er die Linie verlassen und muss nun versuchen, den Ball zu halten.

Torwarttraining - indoor und outdoor
Torwarttraining ist Indoor und Outdoor möglich | ©Eversports

Ist ein Indoor Platz zum Torwarttraining besser geeignet?

Ein professionelles Torwarttraining findet in der Regel auf dem Platz im Freien statt. Moderne Fußballschulen verbinden dieses Training immer häufiger mit dem Indoor Fussball – einerseits um bestimmte Facetten gezielt zu trainieren, andererseits schlichtweg aus praktischen Überlegungen heraus. Wenn sich nämlich der graue Schleier des Winters über das Land legt, wird das Durchexerzieren von Standardsituationen schnell ungemütlich und kraftraubend. Fernab davon besteht beim Indoor Fußball der große Vorteil des sauberen und vor allem trockenen Kunstrasens – der Torwart, der bei einem Intensivtraining alle paar Minuten auf dem Boden landet, muss seine Funktionskleidung dementsprechend nicht unnötig dreckig machen.

Schnelleres Spiel zwingt zum Umdenken

Professionelle Torwarttrainer wissen die besonderen Finessen des Indoor Fußballs nicht nur im Winter gezielt auszunutzen. Das Spiel in der Halle ist aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse schneller, intensiver und häufig auch härter als im Freien. Der Torwart ist vielen kräftigen Schüssen aus kurzer Distanz ausgesetzt, bei denen er eine maximale Körperspannung an den Tag legen muss. Auch der Anspruch an die Konzentration ist beim Torwarttraining in der Halle höher: So muss der Keeper häufiger agieren, sich mit ganzer Kraft aufbäumen und schließlich den angreifenden Gegner zum Abschluss zwingen.

Beim Torwarttraining ist vollste Konzentration gefragt
Beim Torwarttraining ist vollste Konzentration gefragt!

Sinnvolle Ergänzung des klassischen Torwarttrainings

Eine mögliche Kontraindikation für ein Torwarttraining beim Indoor Fußball sind bereits vorhandene Gelenkschädigungen. Liegen diese nicht vor, ist jeder Keeper – ob Amateur, Semiprofi oder gar Profi – mit solchen Trainingseinheiten sehr gut beraten. Doch keinesfalls kann der Indoor Fußball das Training von Standardsituationen im Freien ersetzen. Wohl aber erweitert ein solch intensives, wintertaugliches Training die grundlegenden Fertigkeiten des Torhüters, sein Reaktionsvermögen und sein Gefühl für die Spieldynamik.

Ganz gleich ob im Sommer oder im Winter, das Torwarttraining in der Halle will gut geplant sein. So musst du die Spielstätte deines Vertrauens rechtzeitig reservieren. Mit Eversports geht das ganz einfach und bequem von zuhause aus. Daneben solltest du natürlich auch als Torwart einen Überblick über die wichtigsten Fußballregeln haben. Außerdem kannst du dein Torwarttraining mit Hilfe von Krafttraining noch effizienter gestalten. Also ab ins Torwarttraining!