Die Tennis Geschichte – vom Kloster auf den Tenniscourt

tennis geschichte

Schon vor mehr als 500 Jahren spielten die Menschen in Frankreich ein Spiel namens „Jeu de Paume“, das als Vorläufer des heutigen Tennis gilt. Der offizielle Startschuss für die Sportart fiel aber erst mehrere Jahrhunderte später. Eversports gibt dir im Zeitraffer einen kurzen Überblick über die Tennis Geschichte und zeigt dir, wie die beliebte Sportart ihren Weg vom Kloster auf den Tenniscourt gefunden hat.

Beliebter Zeitvertreib im Kloster

Die Urversion des Tennisspiels entstand in Frankreich, und zwar in verschiedenen Klöstern. Deren oft rechteckige Höfe boten genug Platz, um den Ball auf einer gut 40 Meter breiten Fläche mit kleinen Schlägern zu schlagen. „Jeu de Paume“ bedeutet übersetzt „Spiel mit den Handinnenflächen“ und kann auch seine Verwandtschaft mit dem heutigen Squash nicht verleugnen. Gespielt wurde in den Klöstern nämlich nicht nur von einer Linie zur anderen, sondern auch unter Einbeziehung der Wände. In der folgenden Zeit fand das Spiel aus den Klostermauern hinaus eine immer größere Verbreitung. Immer mehr Menschen vergnügten sich beim Tennis in den sogenannten Ballhäusern oder Ballspielhäusern. Diese Einrichtungen entstanden zunächst in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Schlössern der Adligen. Schon bald errichtete man aber auch immer mehr Tennisanlagen, die von jedermann genutzt werden konnten. Einen Schwerpunkt bildete dabei die französische Hauptstadt Paris.

Tennis Geschichte - Schläger
Früher waren die Tennisschläger aus Holz

Ein Brite „erfindet“ den Tennissport

Im Allgemeinen gilt Tennis heute als ursprünglich britischer Sport. Und in der Tat war es ein Engländer namens Walter Clopton Wingfield, der sich eine spezielle Art des Tennisspiels patentieren ließ. Seine Anmeldung beim Patentamt trägt im Datum die Jahreszahl von 1874. Neu war nicht die Idee des Spiels, sondern nur die erstmalige Niederschrift klarer Tennisregeln. Aus diesem Grund gilt die Patentanmeldung als eigentliche Geburtsstunde des Tennissports, den wir heute kennen.

Erste Meisterschaften im Jahr 1877

Bis die ersten offiziellen Tennismeisterschaften ausgetragen werden konnten, sollten nach der Registrierung des Patentes noch einmal drei Jahre vergehen. 1877 war es dann soweit. Schauplatz war damals Wimbledon – ein Ort, der bei Tennisspielern und Fans weltweit bis heute einen ganz besonderen Ruf genießt. Bis zum heutigen Tage messen sich die besten Tennisspieler der Welt alljährlich auf dem „heiligen Rasen“ in Wimbledon. Wer hier einmal ein Turnier gewinnt, der ist im „Olymp“ der Tennisspieler angekommen.

Tennis Geschichte- Wimbledon
Offizieller Ball für das traditionelle Turnier in Wimbledon 2009 | Jiri Vondrous / Shutterstock.com

Wechselvolle Olympia-Geschichte

Schon bald nach seiner offiziellen „Erfindung“ wurde Tennis aufgrund seiner großen Beliebtheit zur olympischen Disziplin erhoben. Damit war allerdings bereits 1925 wieder Schluss – mit der Begründung, dass fast ausschließlich Profisportler im Tennis den Ton angaben. Das änderte sich zwar auch in den folgenden Jahrzehnten nicht mehr, doch trotzdem modifizierte das Olympische Komitee die Regeln 1968 erneut. Zwei Jahrzehnte lang bestritten die Profis große Turniere wie die US Open oder auch die French Open. Nicht zuletzt dank der aufkommenden Fernsehübertragungen gewann die Disziplin weiter an Beliebtheit und öffentlicher Aufmerksamkeit. Zahlreiche Sponsoren begannen sich zu engagieren, die Preisgelder bei den großen Turnieren kletterten immer weiter in die Höhe. Und 1988 wurde Tennis dann auch wieder olympisch.

So hat die Sportart ihren Weg in unseren Sportalltag gefunden. Die Tennisanlagen erfreuen sich heute noch immer großer Beliebtheit. Hast du dich auch bereits mit den Regeln vertraut gemacht, kannst du jederzeit auch selbst einen Tenniscourt über Eversports buchen. Fehlt dir die nötige Ausrüstung, kannst du diese dort natürlich ausborgen. Mit deinem Hintergrundwissen über Tennis und dem ein oder anderen Trick kannst du zusätzlich punkten!