Ich packe meinen Rucksack – was darf beim Klettern nicht fehlen?

Natürlich macht Klettern in der freien Natur viel Spaß und bietet eine actionreiche und adrenalingeladene Alternative zum alltäglichen Sportprogramm. Aber auch in der Halle sorgen die luftigen Höhen für die nötige Abwechslung und atemberaubende Erlebnisse. Eversports erklärt dir, warum du unbedingt einmal eine Kletterhalle aufsuchen solltest und was dabei in deinem Rucksack nicht fehlen darf.

Klettern in der Halle

Beim Anstieg in der Halle beanspruchst du alle Muskelgruppen und trainierst außerdem deinen passiven Bewegungsapparat und deine Koordination. Du förderst außerdem das Zusammenspiel von Kraft und Ausdauer und verbesserst sowohl Konzentrationsfähigkeit als auch Risikobewusstsein. Lass dich am besten zu Beginn immer von einem Profi einschulen und übe unter seiner professionellen Aufsicht die wichtigsten Griffe. So hast du die nötige Sicherheit beim Klettern und es kann nichts mehr schief gehen. Für ausreichend Routine sorgen spezielle Kletterkurse, in denen du fleißig weiter an deiner Technik feilen kannst.

Was brauche ich zum Klettern?

Vorneweg: natürlich kannst du dir die nötige Kletterausrüstung in jeder Kletterhalle gegen ein geringes Entgelt ausborgen. Besonders bei deinen ersten Versuch an der Kletterwand ist das empfehlenswert. Wenn aber deine Leidenschaft zum Klettern einmal entflammt ist, zahlt es sich sicher aus, dir deine eigene Ausrüstung zuzulegen. Damit sparst du dir das ewige Anstehen bei der Ausgabe und kannst dir sicher sein, dass dein Equipment immer perfekt auf dich abgestimmt ist. Und wer will schon dauerhaft in x-Mal getragenen Schuhen klettern. Was darf also in deinem eigenen, professionellen Kletterrucksack nicht fehlen?

Die richtige Kleidung

  • Kletterschuhe: Die klobigen, umständlichen Bergstiefel wurden mittlerweile durch hautenge, moderne Kletterschuhe ersetzt. Diese funktionieren so ähnlich wie Formel-1-Reifen. Der Grip, der die Formel-1-Autos auf der Bahn hält, hilft den Kletterern, sich an der Wand zu halten. Die Schuhe gibt es in mehreren Ausprägungen – du kannst dich zwischen relativ steifen und eher weichen Schuhen entscheiden. Gerade zu Beginn solltest du dich für die goldene Mitte entscheiden. Es gilt die Devise: eng, aber nicht schmerzhaft. Die unterschiedlichen Kletterschuh-Modelle erfüllen außerdem die Wünsche von Schnür-Liebhabern und stellen auch Klettverschluss-Enthusiasten zufrieden. Für deine eigenen Modell fallen dabei zwischen 80 und 180€ an.
  • Klettergurt: Ein passender Klettergurt darf selbstverständlich in keiner Kletterausrüstung fehlen. Für mehr Flexibilität kannst du dich für eine Ausführung mit verstellbaren Beinschlaufen entscheiden. Am besten probierst du den Gurt direkt im Geschäft für ein paar Minuten an. Eine kurze Warnung: du kommst dir dabei vielleicht etwas komisch vor. Aber nur so kannst du dir ganz sicher sein, dass du mit deiner Investition von 60 bis 160€ nichts falsch machst.
  • Kletterseil: Besonders wenn du selber regelmäßig den Vorstieg ausführen willst, lohnt sich die Anschaffung eines Kletterseils oder, wie im Fachjargon verbreitet, eines dynamischen Einfachseils. Verwendest du das Seil ausschließlich in der Kletterhalle, reicht eine Länge von 40 Metern vollkommen aus. Du musst auch auf keine spezielle Beschichtung Achtgeben. Für Felsen oder Eis werden 60 bis 80 Meter und eine besondere Beschichtung, die den Seil-Kern schützt, benötigt. Damit du dein Kletterseil auch immer heil von A nach B bringst, gibt es eigene Transportplanen zu kaufen. Pro Meter musst du für Seil mit zirka 1,80 bis 4,30€ rechnen.
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Der Klettergurt darf auf keinen Fall fehlen

Für deine Sicherheit

  • Sicherungsgerät: Damit in luftiger Höhe für ausreichend Sicherheit gesorgt ist, darfst du auch nicht auf das nötige Sicherungs-Equipment vergessen. Damit du dich voll und ganz auf deinen Kletterpartner verlassen kannst, ist ein eigenes Sicherungsgerät von Vorteil. Geräte mit Tube-Mechanismus sorgen zum Beispiel dafür, dass ein Knick im Gurt entsteht, der die Intensität eines Sturzes reduzieren würde. Dadurch kannst du das Seil mit der Hand festhalten und dich bis zu einem gewissen Grad abfedern. Für deine Sicherheit gibst du am besten zwischen 15 und 70€ aus. Ganz wichtig: Die richtige Anwendung des Sicherungsgerätes kann Leben retten. Deshalb solltest du das Anlegen unter qualifizierter Anleitung lernen und üben.
  • Verschlusskarabiner: Damit du dein Sicherungsgerät auch ordnungsgemäß an deinem Gurt befestigen kannst, brauchst du einen zusätzlichen Verschlusskarabiner, der deiner Sicherheitsausrüstungen den letzten Schliff verleiht. Abhängig von Modell und Verschluss-Art kannst du dafür mit 6 bis 30€ rechnen.
  • Express-Set: Darunter werden zwei Karabiner verstanden, die durch eine vernähte Bandschlinge miteinander verbunden sind. Damit kannst du eine flexible Verbindung zwischen Seil und einem fixen Punkt erzeugen, die für deiner Sicherheit sorgt. Für diesen Teil des Equipments musst du mit 8 bis 28€ rechnen.
  • Kletterhelm: Wie wir alle aus Kindertagen wissen: “Wer Köpfchen hat, der schützt es.” Deshalb solltest du zu deiner eigene Sicherheit auch immer einen Helm, besonders beim Klettern am Felsen, tragen. So bist du vor Steinschlägen und Stürzen gesichert. Pass auf, dass dein Helm gut angepasst wird und bequem und fest sitzt. Der Schutz deines Kopfes belastet dein Budget mit 50 bis 150€.
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Das richtige Equipment sorgt für deine Sicherheit | ©Eversports

Der nötige Grip

  • Kreide: Nicht nur in der Schule sondern auch in der Kletterhalle ist die Kreide, auch Chalk genannt, unverzichtbar. Das weiße Magnesiumcarbonat wird dazu eingesetzt, das Schwitzen an den Händen einzudämmen. In welcher Form du die Kreide verwenden möchtest, ist deinen eigenen Vorlieben überlassen. Du kannst entscheiden, ob du auf Würfel, Chalkball, Liquid Chalk oder loses Pulver setzen möchtest.
  • Chalkbags: Passend zur Kreide darf natürlich auch der richtige Behälter nicht fehlen. Hier kannst du zwischen aufrecht stehenden Eimern oder flexiblen Bags zum Umbinden entscheiden.
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Chalk verleiht dir den nötigen Grip

Zusätzliche Helferlein

Trinkflasche und Energieriegel sorgen für den nötigen Energieschub, falls Motivation oder Kraft einmal nachlassen. Sollte einmal was schief gehen, sind Erste-Hilfe-Set, Tapes und spezielle Cremes die richtigen Begleiter. Und was darf beim Sporteln natürlich nie fehlen? Die Motivation natürlich. Die solltest in der Kletterhalle auf alle Fälle mit von der Partie sein.

Checklist vor dem Kletterstart

Wenn du dich ohne professionelle Betreuung in der Halle austobst, vergiss nie auf den Selbst- und Partnercheck bevor du startest. Checke dabei, ob der Klettergurt auch wirklich geschlossen ist und der Anseilknoten richtig am Anseilpunkt liegt. Stelle auch sicher, dass das Sicherungsgerät richtig eingehängt ist, alle Karabiner verschlossen sind und sich am Seilende ein Knoten befindet. Wenn du deinen Partner sicherst, nimm die richtige Standposition ein und widme ihm deine volle Aufmerksamkeit. Bist du selbst als Kletterer unterwegs, verhalte dich vor allem beim Vorstieg richtig und bedenken: Nie Seil auf Seil im Umlenker. Vergiss auch nicht, dich um deinen Kopf und deinen Körper zu kümmern und dich dementsprechend zu schützen. Mit voller, und vor allem sicherer, Montur kannst du dich dann ungetrost in luftige Höhen schwingen und die Welt von oben betrachten!

Du sprühst jetzt vor Motivation und kannst deinen nächsten Kletterausflug gar nicht mehr erwarten? Dann such dir doch auf Eversports direkt deine nächste Kletterhalle aus und genieße die tolle Aussicht! Wenn du noch nicht ganz sicher bist, ob Klettern das Richtige für dich ist, kein Problem! Vielleicht ist ja eine Ballsportart, bei der du eine schlagfeste Hand brauchst, besser für dich geeignet. Oder wie wäre es mit etwas, bei dem du vollen Körpereinsatz zeigen musst? Für den Bewussten Körper und Geist oder die Stählerne Muskeln ist auch etwas dabei. Auf unserem Blog findest du die perfekte Sportart für dich!