Ein unterschätzter Sport – eine Badminton Einführung

Badminton Einführung
Diese Sportart wird häufig unterschätzt: Badminton | ©Eversports

Clear, Smash, Drive und Stop – beim Badminton spielen kommt es darauf an, die Grundschläge zu beherrschen. Der Sport ist technisch anspruchsvoll, schnell und sehr dynamisch. Trotzdem wird Badminton häufig unterschätzt. Dabei gehört Badminton mit Ballgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h zu den schnellsten Rückschlagspielen. Viele verwechseln den Wettkampfsport aber immer noch mit Federball. Aber was ist jetzt genau der Unterschied? Grundsätzlich unterscheiden sich diese beiden Sportarten darin, dass man beim Badminton immer gegeneinander antritt. Statt sich den Ball zuzuspielen, versucht man den Gegner durch eine geschickte Taktik und schnelle Aktionen auszuspielen. Wir geben dir einen geschichtlichen Background zu Badminton und erklären dir, was du beim Spielen beachten muss und geben dir eine Badminton Einführung.

Geschichte des Badmintons

Die Geschichte des Badmintons reicht rund 2.000 Jahre zurück. Der Sport in seiner heutigen Form hat seinen Ursprung im Federballspiel. Vermutungen zufolge hat Badminton seinen Ursprung in Indien. Damals nutzen die Menschen kleine Holzbälle, an die Hühnerfedern angebracht wurden. Als Schläger dienten flache Hölzer. Englische Offiziere lernten diese Sportart in Indien kennen und nahmen es nach England mit, wo sie dieses Federballspiel der Öffentlichkeit vorstellten. Diese Präsentation fand auf einem Landsitz namens Badminton House statt. Und somit wurde diese „neue“ Disziplin erstmal als Badminton bekannt.

In Europa setzte sich das Spiel mit dem Federball erst sehr viel später durch. Das 16. bis 18. Jahrhundert war die Hochzeit des Barocks und der Adel an den verschiedenen Königshöfen war immer auf der Suche nach neuen Vergnügungen. Ein besonders beliebter Zeitvertreib in Adelskreisen war das „Jeu de Volant“, bei dem sich zwei Spieler den Ball möglichst lange zuspielten. Weitere Namen für die damalige Variante im englischsprachigen Raum waren „Shuttlecock“ und „Battledore“. Feste Regeln wie beim heutigen Badminton gab es seinerzeit noch nicht – sie entstanden erst im weiteren Verlauf der Geschichte. Anfangs begnügten sich die vorwiegend adeligen Spieler damit, den Federball so lange wie möglich in der Luft zu halten. Sie nutzten dafür sehr einfache Schläger und erbrachten damit echte Höchstleistungen. Wer sich für die Geschichte des Badmintons interessiert, der kann in den Archiven eine Urkunde aus dem Jahr 1830 finden. Sie vermeldet den besonderen Erfolg einer englischen Familie beim Badminton: Ihre Mitglieder brachten es auf mehr als 2.100 Ballwechsel.

Von der Kirche in die Sporthalle

Ein Federball wiegt nur rund fünf Gramm, gerät also schon bei einem leichten Windstoß aus der Flugbahn. Die meisten Sportler spielen Badminton deshalb aus gutem Grund in der Halle. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren geeignete Räumlichkeiten allerdings in Europa Mangelware. Wichtigste Voraussetzung für eine geeignete Sportstätte sind neben einer ausreichenden Grundfläche sehr hohe Decken. Die heutigen Regeln schreiben eine Mindesthöhe von sieben Metern vor. Und wo fand man solche Dimensionen im 19. und 20. Jahrhundert? Richtig, in Kirchen. So kam es, dass viele Badmintonspiele über Kirchenbänke hinweg ausgetragen wurden. Einige Jahre später waren diese Spielstätten Geschichte, denn mit der Zeit entstanden immer mehr geeignete Hallen. Heute kannst du auf Eversports aus einer Vielzahl an Hallen die beste für dich auswählen.

Badminton Einführung
Wir erklären dir wie’s geht! | ©Dziurek / Shutterstock.com

Badminton spielen: Saubere Technik von Anfang an

Auch bei uns erfreut sich Badminton seit Jahren wachsender Beliebtheit. Doch worauf kommt es an? Beim Badminton spielen ist eine gute Technik entscheidend. Wer Badminton lernen will, sollte so jung wie möglich mit dem zielgerichteten Training beginnen. Wie wir alle wissen, wird es mit zunehmendem Alter immer schwieriger, eine saubere Technik zu erlernen.

Zur richtigen Technik im Badminton gehören die Grundschläge Aufschlag, Clear und Smash. Der Aufschlag wird immer von unten geschlagen. Er kann kurz und flach oder lang und hoch gespielt werden. Die Basis für das Spiel stellt der sogenannte Clear da. Dieser Schlag wird hoch und weit gespielt, um den Gegner an seine Grundlinie zu drängen. Angriffsschläge sind so für den Gegner schwerer zu platzieren. Außerdem geht ihm durch das Gerenne schnell die Luft aus, während man selber kurz durchatmen kann. Der Smash, auch Schmetterschlag genannt, wird über Kopf geschlagen und drückt den Ball ins gegnerische Feld. Mit der richtigen Schlägerbewegung kann der Federball auf bis zu 300 km/h beschleunigt werden.

Beinarbeit ist gefragt

Die verschiedenen Angriffsschläge sorgen für Schnelligkeit im Spiel. Charakteristisch für Badminton ist deshalb die hohe Dynamik des Spiels. Hast du die richtige Lauftechnik, kannst du in wenigen Schritten so gut wie jeden Ball erreichen. Dabei kommt es auf einen kurzen, schnellen Antritt an. Eine saubere Lauf- und Sprungtechnik schont außerdem die Gelenke. Tipp: Versuche nach einem Clear oder Smash beim Rückwärtslaufen umzuspringen, dadurch kommst du direkt wieder in eine Vorwärtsbewegung.

Für wen ist Badminton geeignet?

Badminton eignet sich hervorragend als Freizeitsport für jedermann. In Badminton-Vereinen trainieren Jugendliche genauso wie ältere Spieler – die Bandbreite reicht von 6 bis über 75 Jahre. Wer Badminton als Leistungssport betreiben möchte, sollte allerdings früh anfangen. Ansonsten sind keine besonderen Voraussetzungen notwendig. Somit kannst auch du jederzeit der Badminton-Halle in deiner Nähe einen Besuch abstatten.

Badminton Einführung
Mit dem richtigen Equipment und der richtigen Technik punkten | ©Eversports

Die eigene Spielstärke realistisch einschätzen

“Wie gut spielst du denn Badminton?” Das ist meist die erste vorsichtige Frage, wenn man überlegt, sich mit jemandem privat zum Badminton-Spiel zu verabreden. Und diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten – besonders, wenn man nicht in einem Verein oder einer Liga spielt.

Eine Antwort gibt seit 2012 der BADLAB SCORE in Form einer Kennzahl für die ungefähre Spielstärke eines Badminton-Spielers. Dieser Score wurde mit Unterstützung des Deutschen Badminton-Verbandes und renommierten Liga-Trainern entwickelt. Er basiert auf einer interaktiven Online-Analyse mit über 50 individuellen Einstellmöglichkeiten in 9 Badminton-relevanten Teilbereichen – von der Spielerfahrung über die Schlagtechnik bis hin zur Fitness.

Nach dem Durchlaufen dieses kostenlosen Selbst-Tests errechnet das BADLAB-System automatisch auf einer Skala von 1 bis 10, wie gut man ungefähr Badminton spielt. Gleichzeitig verdeutlicht eine Grafik mit 9 Detail-Scores, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Damit hast du das nächste Mal auf die Frage “Wie gut spielst du Badminton?” eine schlagfertige Antwort parat und schießt deinen Gegner bereits vor eurem Match ins Aus.

Fazit: Badminton ist ein idealer Freizeitsport

Badminton ist leicht zu erlernen, dennoch wird der Sport aufgrund seiner Verwandtschaft zum Ferienspiel Federball oft unterschätzt. Die durchschnittlichen Laufwege bei einem Badminton-Spiel sind aber beispielsweise doppelt so lang wie beim Tennis. Prinzipiell ist Badminton aber für jeden geeignet, egal ob alt oder jung. Großer Vorteil: Es werden keine besonderen Vorkenntnisse benötigt.

Auf Eversports findest du einen Badminton Court in deiner Nähe mit aktuellen Preisen, Öffnungszeiten und Bewertungen. Los geht’s!

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