Lohnt sich die Mitgliedschaft in einem Tennisverein?

Lohnt sich die Mitgliedschaft in einem Tennisverein?

Tennis ist ein Sport, der Millionen Menschen begeistert. Die Fernsehübertragungen der großen Turniere bringen den Sendern Spitzenquoten – und viele Tennisfans jagen in ihrer Freizeit auch selbst dem gelben Ball hinterher. Gerade für den Freizeitspieler stellt sich die Frage, ob er seinem Hobby nicht fortan in einem Tennisverein nachgehen sollte. Eversports zeigt auf, welche Vor- und Nachteile eine Tennisvereinsmitgliedschaft mit sich bringt.

Die Vereinskultur in Deutschland und Österreich

Der Deutsche Tennis Bund, DTB, kann inzwischen auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Wurzeln der heutigen Vereinsorganisation liegen im Jahr 1902. Damals wurde der Vorläufer des heutigen DTB in Berlin gegründet. Mit mehr als 1,4 Millionen Mitgliedern nimmt der Deutsche Tennis Bund Platz drei unter den Sportverbänden in Deutschland ein. Nirgendwo auf der Welt gibt es einen Tennisverband mit mehr Mitgliedern.

In Österreich nimmt der Österreichische Tennisverband, ÖTV, mit 170.000 Mitgliedern Platz zwei hinter dem ÖFB (Fußball) ein. Die Vereinsorganisation ist im Tennis auch deshalb so stark, weil in beinahe jeder kleinen Stadt ein Tennisplatz zur Verfügung steht. Gegründet wurde der ÖTV übrigens ebenfalls im Jahr 1902. Viele Anlagen, die oft auch mehr als nur einen Platz und zusätzlich eine Halle für den Winter umfassen, werden von den Vereinen in Eigenregie betrieben. Neben den Mitgliedsbeiträgen stellt die Vermietung der Plätze an Nichtmitglieder eine wichtige Einnahmequelle der Vereine dar.

Wichtige Aufgabe: Ausbildung von Trainern

Eine sehr wichtige Aufgabe der Tennisverbände in den Ländern ist die Organisation und Koordination von Aus- und Weiterbildungen der Trainer und Übungsleiter. Gerade die überdurchschnittliche Jugendarbeit beschert dem Deutschen Tennis Bund immer wieder viel Anerkennung auf der ganzen Welt. Die frühe Förderung vielversprechender Talente gilt als wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Länder auch in den nächsten Jahren mit vielen Spielern in der Weltspitze vertreten sein kann. Für einen geregelten Ablauf von Wettkämpfen auf ganz unterschiedlichen Leistungsebenen braucht man außerdem eine ausreichende Zahl von Schiedsrichtern. Auch deren Aus- und Weiterbildung verantworten der DTB und der ÖTV.

Tennisvereine bergen ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl

Eine pauschale Antwort auf die Frage „Lohnt sich ein Tennisverein?“ gibt es wie so oft nicht. Vielmehr kommt es auf die persönlichen Beweggründe an, die dich zu dieser Überlegung motiviert haben. Idealerweise stellst du dir eingangs die Frage, ob bei dir der gelegentliche Spaßfaktor, der professionelle Wettkampfanspruch und/oder das Gemeinschaftsgefühl und sportliche Miteinander entscheidend ist. Letzteres wird in einem Tennisverein selbstverständlich sehr groß geschrieben: So spielst du regelmäßig mit vertrauten Gesichtern, sodass sich schnell ein gewisser Teamgeist einstellt. Viele Tennisclubs organisieren abseits des Courts auch gemeinsame Unternehmungen wie beispielsweise Ausflüge oder Turnierbesuche, was das Gemeinschaftsgefühl weiter stärkt.

Tennisverein: ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl
Im Tennisverein das Gemeinschaftsgefühl stärken

Effektive Verbesserung des Leistungsniveaus

Was den professionellen Wettkampfanspruch angeht, hat der Tennisverein ebenfalls seine Vorteile. Du kannst dich auf einem konstanten Leistungsniveau messen, indem du regelmäßig mit denselben Einzel- oder Doppelpartnern spielst. Nach einer Zeit bekommst du ein Gefühl für das Spiel deines Gegenübers und kannst deine eigene Technik effektiver verbessern. Anfänger werden derweil von den erfahreneren Mitgliedern unter ihre Fittiche genommen und können auf einen Mentor hoffen, der das eigene Spiel langfristig nachhaltig begünstigt. Das Zusammengehörigkeitsgefühl in solchen Mentor-Anfänger-Konstellationen ist sicherlich intensiver als in einer klassischen Tennisschule ohne Vereinsmitgliedschaft.

Flexible Anmietung von Tennishallen ist meistens günstiger

Die Kostenfrage ist bei Tennisclubs und Tennishallen eher nachteilig. Wenn du keinem Verein angehörst, kannst du eine Tennishalle bedarfsabhängig dann buchen, wenn du auch wirklich spielen möchtest. Bei einem Tennisclub oder einem Tennisverein zahlst du dagegen einen festen monatlichen oder jährlichen Mitgliedsbeitrag – unabhängig davon, ob du die Dienstleistungen und die Infrastruktur des Clubs nutzt oder nicht. Bedenkt man, dass es mittlerweile etliche frei zugängliche Tennishallen gibt, kann man die Mitgliedschaft in einem Tennisverein zumindest in diesem Kontext als überholt betrachten.

Tennisverein: Flexible Anmietung von Tennishallen
Flexibilität außerhalb des Tennisvereins | ©Eversports

Entscheidung muss individuell getroffen werden

Als Fazit kann man festhalten, dass die Frage nach den Vor- und Nachteilen einer Vereinsmitgliedschaft stets individuell zu beantworten ist. Wer sich nicht langfristig binden und flexibel bleiben möchte, fährt mit der bedarfsabhängigen Anmietung von Tennishallen in vielen Fällen besser und vor allem günstiger. Spielt die soziale Komponente womöglich sogar eine größere Rolle als der Sport, hat die Clubmitgliedschaft sicherlich Vorteile. Dies bedeutet aber nicht, dass du in einer Tennishalle vereinsamen musst: Tagtäglich triffst du hier auf unzählige Menschen, die auch ohne Vereinsmitgliedschaft auf einem hohen Niveau spielen.

Wenn du dich gegen einen Verein und für das flexible Spiel entscheidest, findest du auf Eversports dazu den passenden Tenniscourt in deiner Nähe. Buche am besten gleich noch heute!

Willst du noch mehr über Tennis wissen? Dann bist du auf dem Eversports Blog genau richtig! Wenn du dich über andere Ballsportarten informieren willst, findest du hier auch weitere interessante Beiträge.