Keep calm and play Tennis – nur wie? Eversports zeigt dir die wichtigsten Tennisregeln

Tennisregeln
Die wichtigsten Tennisregeln kurz erkärt

Was für einen Nichtkenner bei einer TV-Übertragung zunächst etwas monoton erscheinen mag, ist eine enorm schweißtreibende Sportart mit besonderen Ansprüchen. Wer bereits Erfahrungen in einer anderen Rückschlagsportart mitbringt, wird relativ schnell ins Tennis hineinfinden. Für blutige Anfänger ohne Erfahrung eine gute Nachricht vorab: Die Tennisregeln sind weniger komplex, als sie zunächst anmuten. Dennoch musst du die grundlegenden Regeln kennen, bevor du dich an ausgefeiltere Strategien und Tricks wagen kannst. Mit Eversports ist das aber kein Problem!

Das Spielfeld beim Tennis

Starten wir mal mit dem Wesentlichen. Das Spielfeld beim Tennis ist in zwei Hälften geteilt, die vom Netz in der Mitte getrennt werden. Je zwei Linien auf jeder Seite stellen die seitliche Begrenzung dar – mit unterschiedlichen Feldbreiten für Einzel und Doppel. Die Abmessungen des Spielfelds sind klar definiert. Das Regelwerk schreibt eine Länge von 23,77 Meter und eine Breite von 8,23 Meter beim Einzel sowie 10,97 Meter beim Doppel vor. Das Spielfeld wird auf allen Seiten von Linien begrenzt, bei denen man zwischen den Grundlinien sowie den Seitenlinien unterscheidet. Die Grundlinien bilden das hintere und das vordere Ende des Tennisfeldes. Sie verlaufen genau parallel zum Netz in der Mitte. In 6,40 Metern Entfernung vom Netz verläuft in jeder Hälfte des Spielfeldes jeweils eine weitere Linie. Hierbei handelt es sich um die Aufschlaglinie. Der Spieler, der den Aufschlag ausführt, muss sich hinter dieser Linie befinden. Der Bereich zwischen der Aufschlaglinie und dem Netz ist durch eine weitere Linie nochmals in eine linke und eine rechte Hälfte geteilt. Diese Trennlinie bildet mit der Aufschlaglinie aus der Vogelperspektive den Buchstaben „T“. Deshalb sprechen Tennisspieler von diesem Bereich des Spielfeldes oft als T-Bereich.

Und was ist mit dem Netz?

Jeder Ball, der von einer Hälfte des Tennisfeldes in die andere fliegt, muss auf seinem Weg das Netz passieren. Er darf es dabei durchaus berühren – muss für einen Punktgewinn aber natürlich in die gegnerische Hälfte abprallen. Wie die Abmessungen des Spielfeldes sind auch die Höhe und die Breite des Netzes im Regelwerk festgeschrieben. Die Vorgaben besagen, dass das Netz in der Mitte eine Höhe von 91,4 Zentimetern und am Rand von 1,07 Metern haben soll. Es hängt also in der Mitte sozusagen durch. Dadurch sind beim Spiel durch die Mitte flachere Bälle möglich als bei einem Ballwechsel im äußeren Bereich des Spielfeldes. Links und rechts soll das Netz jeweils mindestens 91,4 Zentimeter breiter sein als das eigentliche Tennisfeld.

Tennisregeln - Spielfeld
So sieht das Spielfeld aus

Das Aus

Eine der wichtigsten Tennisregeln ist das Aus. Beim Tennis geht es darum, den Ball so übers Netz zu spielen, dass der Gegner ihn möglichst nicht mehr erreicht – und wenn doch, dann aus einer so schlechten Position, dass der Schlag im Netz endet. Jedes Mal, wenn der Gegner den Ball nicht zurückspielen kann, gibt es einen Punkt. Von entscheidender Bedeutung ist oft die Frage, ob der Tennisball noch im Spielfeld gelandet ist oder ob er „Aus“ war.  Beim Kampf um die Punkte kommt es aber oft auf wenige Zentimeter an. Der Ball hat einen Durchmesser von 6,54 bis 6,86 Zentimetern. Wenn nur ein kleiner Teil des Balles die Seitenlinie oder die Grundlinie berührt, dann ist der Ball weiterhin im Spiel. Verfehlt der Ball die Linie hingegen auch nur um einen Zentimeter, entscheidet der Schiedsrichter auf „Aus“.

In einem rasanten Spiel kann der Tennisball mit 100 und mehr Stundenkilometern über den Platz fliegen. Um zu erkennen, ob der Ball eine Linie berührt hat oder nicht, bleiben da manchmal nur Bruchteile einer Sekunde. Die Wahrnehmungen der beteiligten Spieler unterscheiden sich oft erheblich. Im Freizeitbereich ist in der Regel kein Schiedsrichter vor Ort, der eine neutrale Entscheidung treffen könnte. Die Kontrahenten auf dem Tennisplatz müssen dann selbst festlegen, ob ein Ball im Aus war oder nicht.

Wenn es einmal hoch hergeht

Im professionellen Kontext kommen Schiedsrichter zum Einsatz, die sich oftmals hitzige Debatten liefern. Inzwischen gibt es auch vielfältige technische Möglichkeiten. Sie liefern klare Hinweise darauf, ob ein Ball im Spielfeld oder im Aus gelandet ist. Dazu gehören akustische Signale, wenn der Ball die Linie berührt. Auch Fernsehbilder aus der Vogelperspektive, die kaum Raum für Interpretationen lassen, werden eingesetzt. Und nicht zuletzt nutzen Schiedsrichter und Spieler bei Matches auf Sand die Möglichkeit, den letzten Abdruck des Balls in Augenschein zu nehmen. Auch dieser Abdruck soll zeigen, ob der Ball im Aus war oder nicht.

Tennisregeln - Aus
Beim Aus entscheiden oft wenige Zentimeter.

Fehler beim Tennis

Verschiedene Fehler können beim Tennis zu einem Punktverlust führen. Insbesondere beim Aufschlag kommt es darauf an, den Ball im gegenüberliegenden Feld zu platzieren. Gelingt das nicht, sagt der Schiedsrichter laut und deutlich einen „Fehler“ an. Wenn der erste Aufschlag misslingt, ist das zwar ärgerlich, zunächst aber folgenlos, denn der betroffene Spieler erhält eine zweite Chance. Erst wenn der Ball abermals nicht im Aufschlagfeld landet, bekommt der Gegner einen Punkt. Man spricht dann von einem Doppelfehler, den es zu vermeiden gilt.

Die meisten Fehler, die beim Aufschlag passieren, haben mit dem Ball zu tun. Aber auch auf deinen Fuß musst du Acht geben, es gibt nämlich auch den sogenannten Fußfehler. Er kommt dadurch zustande, dass der aufschlagende Spieler die Grundlinie oder das Spielfeld mit einem Fuß oder mit beiden Füßen berührt. Bei einem Einzel kommt eine weitere Regelung hinzu: Der Spieler darf nicht außerhalb der Seitenlinie stehen. Bei einem Fußfehler ist der Aufschlag automatisch ungültig. Handelt es sich um den ersten Versuch, darf auch hier der Spieler ein zweites Mal aufschlagen. Begeht er den Fußfehler beim zweiten Aufschlag, handelt es sich um einen Doppelfehler. In diesem Fall erhält der Gegner einen Punkt.

Zählweise beim Tennis

Die Zählweise der Punkte beim Tennis ist nicht fortlaufend, sondern sie beinhaltet größere Sprünge. Der erste Punktgewinn beschert dem erfolgreichen Spieler einen Vorsprung von 15:0. Nach dem zweiten Punktgewinn hat der Spieler 30 Punkte auf seinem Konto, bei einem weiteren gewonnen Ball sind es 40 Punkte. Verwandelt der Spieler, der zum Beispiel mit 40:0, 40:15 oder 40:30 vorne liegt, auch den nächsten Ball, so hat er das Spiel gewonnen. Sind hingegen beide Kontrahenten gleichauf, kann keiner der beiden das Spiel sofort gewinnen. Der nächste Punktgewinn nach dem „Einstand“ führt vielmehr zunächst zu einem „Vorteil“. Erst wenn auch der nächste Ballwechsel gewonnen wird, entscheidet der Sportler dieses Spiel für sich. Gewinnt der Gegner den Punkt, herrscht zunächst wieder „Einstand“.

Um einen Satz für sich zu entscheiden, muss ein Spieler mindestens sechs Spiele gewinnen. Allerdings muss er seinem Gegner zugleich mit mindestens zwei gewonnen Spielen voraus sein. Ein Satz kann beim Tennis also mit 6:4 gewonnen werden, nicht jedoch mit 6:5. Bei einem Vorsprung von nur einem Spiel schreibt die Zählweise beim Tennis eine Art Verlängerung vor: Es wird so lange weiter gespielt, bis es zum Beispiel 7:5 steht oder bis der andere Spieler sich einen Vorsprung von zwei Spielen erkämpft hat.

Der Tie-Break für schwierige Fälle

Manchmal stehen sich aber zwei ebenbürtige Gegner gegenüber und das Match will kein Ende finden. Die Lösung dafür ist der Tie-Break. Darunter versteht man eine Änderung der Zählweise spätestens ab einem Spielstand von 6:6. Ab diesem Moment gilt grundsätzlich jeder Fehler als ein Punkt. Es wird also nicht mehr nach der normalen Weise 15, 30, 40 gezählt, sondern fortlaufend 1, 2, 3 und so weiter. Um den Tie-Break für sich zu gewinnen, braucht ein Spieler mindestens sieben Zähler und zwei Punkte Vorsprung vor seinem Gegner.

Die Finessen der Tennisregeln erlernst du idealerweise nach dem „Learning by Doing“-Prinzip. Im Klartext: Buche einen Court und lass dich sich von einem erfahrenen Bekannten, Kollegen oder Verwandten einweisen. Informiere dich auf unserem Blog doch über die besten Tennisanlagen in Wien. Auf Eversports kannst du dann ganz einfach einen passenden Tennis Court in deiner Nähe buchen!